Dienstag, 3. Mai 2011

Obamas taufrische Geburtsurkunde

Weil in den USA laut Artikel II der Verfassung nur Präsident werden darf, wer auch dort geboren wurde, gab es im Wahljahr 2008 eine hitzige Debatte um das Fehlen eines ordnungsgemäßen US-Geburtsnachweises für den hawaiianisch-kenianischen Präsidentschaftskandidaten Barack Hussein Obama, der nach Aussagen des kenianischen "Sunday Standard" in Kenia geboren wurde. Mit der widerwillig vorgelegten, ununterschriebenen und ungestempelten Pseudo-Urkunde wollten sich viele Amerikaner selbst 2011 noch nicht zufrieden geben. Am 27. April 2011 präsentierte Obama dann plötzlich jenes Dokument, das zuvor seltsamer Weise nicht auffindbar war: seine Geburtsurkunde.

Überrascht davon zeigten sich jedoch nicht nur Journalisten. Besonders verblüfft waren versierte Nutzer von Adobe Illustrator, die direkt nach dem Download der PDF-Datei Schritt für Schritt, Layer für Layer nachvollziehen konnten, wie aus einer retuschierten Fremdvorlage die brandneue Geburtsurkunde Obamas gezaubert wurde.

Hier ein Video von Albert Renshaw, der die Merkwürdigkeiten des veröffentlichten PDF-Dokuments wohl als Erster entdeckte...


An dieser Stelle noch ein ergänzendes Video von Albert Renshaw, in dem er auch auf Behauptungen eingeht, die zahlreichen Layer seien das Ergebnis des OCR-Modus von Adobe Illustrator...


Während einige vorwitzige Mainstream-Medien wie Spiegel Online mit hanebüchenen "Richtigstellungen" und rotzfrechen Rassismus-Unterstellungen die Situation zu retten versuchen, stellt sich natürlich die Frage, wie es zu dieser unverhohlenen Fälschung kommen konnte. Sind die betreffenden Regierungsmitarbeiter einfach strohdumm? Wurde versehentlich eine unvollendete Version des Dokuments veröffentlicht? Wollte der Autor dem Präsidenten gezielt schaden? Hat Obama selbst Hand angelegt? Ist das tolldreiste Kühnheit? Lautet die Botschaft der Fälschung: "Seht nur, was uns der Pöbel alles abkauft!"? Oder soll mit doppelbödigen Spielchen das amerikanische Volk subtil abgestumpft und quasi augenzwinkernd die US-Präsidentschaft eines Kandidaten angebahnt werden, der wie Arnold Schwarzenegger eindeutig kein gebürtiger US-Amerikaner ist?

.:: Ergänzende Fälschungsbelege: Obama's Garden ::.

Freitag, 9. Juli 2010

Die vollkommen wahre Klimalüge

Am 7. Juli schlagzeilte die Tagesschau mit "Kommission entlastet britische Klimaforscher". Zufällig erst im Anschluss an den ausgefallenen Frühling und pünktlich zum verspäteten Start des Sommers berichtet die ARD darüber, dass eine "unabhängige Untersuchungskommission" zu dem Ergebnis gekommen sei, Phil Jones und seine Klimaforscher an der Universität von East Anglia hätten sich gar keine richtigen Fälschungen zuschulden kommen lassen. Nur an der nötigen Transparenz habe es ein bisschen gehapert.

Mit genügend zeitlichem Sicherheitsabstand, warmem Sommerwind im Rücken und einigen leeren Worthülsen versucht man also, einen der größten Wissenschaftsskandale der Geschichte glatt zu bügeln. Bei solch substanzlosem Geschwafel halte ich aber gern dagegen: Eine unabhängige Untersuchungskommission kam jüngst zu dem Ergebnis, dass die Tagesschau überwiegend nicht wahrheitsgemäß berichtet. Konkrete Daten zu Identität, Größe, Qualifikation, Glaubwürdigkeit, Unabhängigkeit und Auftraggebern dieser Untersuchungskommission werde ich allerdings ebenso wenig offen legen wie die ARD in ihrem Bericht.

Die deutsche Übersetzung eines guten Artikels von Steve Watson zur "Unabhängigkeit" besagter Untersuchungskommission ist dankenswerter Weise auf Propagandafront.de nachzulesen. So geht Berichterstattung.

Wer den Einstieg in das Thema "Klimagate" (a.k.a. Climategate) Ende November letzten Jahres verpasst hat, dem sei die Reportage des finnischen Staatsfernsehens YLE vom 7. Dezember 2009 empfohlen: Ilmastogate (deutsch untertitelt von Rudolf Kipp). Eine sehr schöne Ergänzung dazu stellt Rudolf Kipps Quiz zur Klimawissenschaft dar.

Recht unterhaltsam ist auch immer noch der Kurzartikel "Himmlischer Protest" aus der April-Ausgabe der AZZ (PDF-Datei, 4MB).